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Für einen sauberen Wald: Müll entsorgen

Schon kleine Abfälle und Grünschnitt können dem Ökosystem schaden

Foto: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

Das Kreisforstamt appelliert: Müll gehört nicht in den Wald.

Sommerzeit bedeutet für viele Menschen im Rhein-Neckar-Kreis Naturzeit. Gerade wenn das Thermometer tagsüber hohe Grad-Zahlen anzeigt, bieten die Wälder im Kreis angenehmen Schatten und spürbar kühlere Temperaturen als das bebaute Umfeld in den Städten oder Gemeinden. Doch auch dem Wald und seinen tierischen Bewohnern machen die hohen Temperaturen in Verbindung mit geringen Niederschlägen zu schaffen. Während sich an den Wetterverhältnissen nichts ändern lässt, können trotzdem alle dazu beitragen, Wald und Tiere vor Schäden und Gefahren zu schützen. Denn mehr Erholungssuchende im Wald bedeuten leider oftmals ebenso mehr Müll im Wald, heißt es in einer Mitteilung des Kreisforstamtes.

Dabei sind für das Ökosystem bereits kleine Mengen, wie das aus der Tasche gefallene Bonbonpapier, das meist Plastik enthält, oder die unachtsam liegengelassene Verpackung eines Energieriegels eine Belastung, die vermeidbar ist. Solche Kleinverpackungen lassen sich in einer festverschlossenen Hosen- oder Rucksacktasche einfach wieder aus dem Wald mitnehmen und zu Hause entsorgen. Bleiben sie dagegen im Wald liegen, verbleiben sie dort über Jahrhunderte und zerfallen erst nach und nach in immer kleinere Teilchen. Einer der häufigsten Funde im Wald sind Reste von Luftballons. Die bei Hochzeiten, Jahrmärkten und anderen Festlichkeiten beliebten Ballons landen leider oftmals in der Natur, wo sie nicht hingehören. Daher ist es für Wald und Tiere besser, das Brautpaar auch ohne aufsteigende Luftballons hochleben zu lassen.

Zwar nehmen die Forstleute beim Kreisforstamt eine Zunahme bei den kleineren Müllablagerungen wahr, jedoch sind die Fälle von größeren Mengen illegal entsorgten Mülls im Wald erfreulicherweise zurückgegangen. „In vielen Fällen konnten die Verursacher der illegalen Müllablagerungen ermittelt und zur Verantwortung gezogen werden“, teilt das Kreisforstamt mit. Die möglichen Verwarnungs- und Bußgelder reichen von 50 bis zu mehreren Tausend Euro bei schweren umweltschädlichen Entsorgungen. Die Strafen liegen damit weit über den Kosten für die ordnungsgemäße Entsorgung bei den Müllannahmestellen oder der regulären Abfallentsorgung durch die AVR. Auch Grünschnitt, der vermeintlich für ungefährlich gehalten wird, kann negative Folgen für den Wald haben. Gartenabfälle können Wurzeln, Zwiebeln, Knollen oder Samen von nicht einheimischen, invasiven Pflanzen enthalten, die sich im Wald ausbreiten und unsere heimischen Pflanzen verdrängen.

Gemeinsam für einen sauberen Wald

Die Initiative „Forest Cleanup Day“ hat dem Müll im Wald den Kampf angesagt. Seit den ersten Aktionen im Jahr 2022 wurden im Rahmen dieses Waldputztags bereits 71,5 Tonnen Müll bundesweit eingesammelt. Das ist eine riesige Menge, die mit viel Aufwand aus dem Wald entfernt und ordnungsgemäß entsorgt oder verwertet wurde. Die Initiative wird von den Försterinnen und Förstern des Landratsamtes Rhein-Neckar-Kreis durch ihre jährliche Beteiligung an den Waldputztagen unterstützt. Wer sich zukünftig am Waldputztag beteiligen möchte, kann sich schon jetzt den dritten Samstag im März vormerken. Doch besser als das mühsame Einsammeln des Mülls ist es, wenn alle selbst darauf achten, keinen Müll im Wald zu hinterlassen. Der Wald, seine tierischen Bewohner, die Forstleute und alle anderen Erholungssuchenden sind für diese Rücksichtnahme dankbar.
 
Nähere Infos zum „Der Waldputztag – Forest Cleanup Day“ gibt es hier https://waldputztag.de/