
Fähre nach Unfall weiterhin außer Betrieb
Stadt Neckargemünd informiert über den gesicherten aktuellen Sachstand vom 13.10.2026
Nach der Havarie, bei der die Fähre zwischen Neckarhausen und Neckarhäuserhof von einem Frachtschiff gerammt wurde, informiert die Stadtverwaltung über den gesicherten aktuellen Stand der Dinge.
Zu dem großen Sachschaden an der Fähre kommt immerhin die gute Nachricht, dass bei dem Unfall niemand verletzt wurde.
Bürgermeister Jan Peter Seidel zeigt sich daher erleichtert: „Zunächst bin ich sehr froh, dass bei diesem Unfall niemand verletzt wurde. Trotz des schon am Havarietag absehbar großen Sachschadens ist das die wichtigste Nachricht. Gleichzeitig ist mir bewusst, wie viel die Fähre für unsere Stadt und insbesondere den Neckarhäuser Hof bedeutet. Nicht nur als wichtige Verbindung für Pendlerinnen und Pendler, Schülerinnen und Schüler sowie Touristen, sondern auch als Stück gelebter Tradition und Identität. Der Erhalt dieser Fährverbindung ist mir deshalb ein ganz persönliches Anliegen, dem sich die Stadtverwaltung mit voller Kraft widmet. Mein Dank gilt allen beteiligten Blaulichtorganisationen aus beiden Bundesländern, die mit zahlreichen Einsätzen und Übungen für die Sicherheit von Menschen und Sachwerten gesorgt haben.“
Wie groß der Schaden ist, steht noch nicht fest. Alle zurzeit im Umlauf befindlichen Zahlen sind persönliche Vermutungen.
Derzeit sind Fachgutachter damit beschäftigt, die genaue Schadenshöhe zu ermitteln. Abgeschlossen werden kann das Gutachten jedoch erst, wenn die Fähre zur eingehenden Prüfung auf eine Werft gebracht wurde. Vorgesehen ist dies für Ende Oktober. Zudem sind noch Untersuchungen der Masten notwendig.
Die Stadt Neckarsteinach sowie der Landkreis Bergstraße wurden unmittelbar nach der Havarie unterrichtet. Spätestens mit Vorliegen des Gutachtens wollen sich alle Beteiligten gemeinsam zusammensetzen, um das weitere Vorgehen abzustimmen.
Parallel wurde bereits der Schaden beim Verursacher geltend gemacht und wird anwaltlich vorangetrieben.
Auch mit dem Freundeskreis Fähre Neckarhausen – Neckarhäuserhof e.V. (FFNN) ist die Stadtverwaltung in enger Abstimmung. Die Stadt unterstützt den – inzwischen offiziellen – Spendenaufruf des Fördervereins ausdrücklich. Weiter nahm eine Vertreterin der Stadt an der jüngsten Vorstandssitzung des Vereins um den 1. Vorsitzenden Jörg Polivka teil.
Der Stadtverwaltung arbeitet auf eine schnelle Wiederaufnahme eines Fährbetriebs hin. Allerdings zeigt sich das Ausmaß des Schadens größer als zunächst sichtbar: Neben der Fähre selbst wurden auch die beiden Gittermasten auf beiden Neckarseiten in Mitleidenschaft gezogen, wobei der Mast auf badischer Seite den enormen Kräften leider nicht standhielt und sogar das Betonfundament zerbrach. Auch die gesamte Seilanlage ist beschädigt. Ohne funktionsfähige Masten und Seile kann die derzeitige Fähre nicht fahren, auch wenn sich herausstellen sollte, dass die Schäden am Fahrzeug selbst überschaubar sein sollten.
Zudem steht die Fähre unter Denkmalschutz. Die Obere Denkmalbehörde ist bereits angefragt.
Mögliche Alternativen für eine Übergangslösung werden ebenso geprüft und die Stadt Neckargemünd wird über weitere Entwicklungen zeitnah informieren.
Die aus den Medien bekannte private Initiative erfolgt in Abstimmung mit der Stadtverwaltung. Wir weisen jedoch darauf hin, dass ohne Abstimmung mit dem Kreis Bergstraße, der Stadt Neckarsteinach, einer geklärten Kostentragung, einer geklärten Prozessstrategie, den entsprechenden wasser- und verkehrsrechtlichen Genehmigungen, erteilten Berechtigungen und erfolgten Einweisungen ein Betrieb eines anderen Wasserfahrzeugtyps nicht zuverlässig in Aussicht gestellt werden kann.

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