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Linie 35 bis Ende 2028 gesichert

In seiner Sitzung am 28. Juli 2026 hat der Gemeinderat der Stadt Neckargemünd dem Ausgleichssatz für die Finanzierung der Buslinien 34 und 35 im Jahr 2026 mehrheitlich zugestimmt. Der Beschluss wurde nach einer engagierten und teilweise kontroversen Diskussion gefasst.

Im Verlauf der Beratung wurde deutlich, dass sich die Informationspolitik des Rhein-Neckar-Kreises im Vergleich zu den vergangenen Jahre verbessert hat. So lagen dem Gemeinderat erstmals detaillierte Daten vor, darunter die Anzahl der Fahrgäste sowie eine genaue Aufschlüsselung der gefahrenen Kilometeranteile. Mehrere Stadträtinnen und Stadträte hoben hervor, dass diese zusätzlichen Informationen eine fundiertere Bewertung der Finanzierung ermöglichten.

Einigkeit bestand über Fraktionsgrenzen hinweg bei einem zentralen Punkt: Der Erhalt der Buslinie 35 hat für den Gemeinderat oberste Priorität. Um den Betrieb sicherzustellen, geht die Stadt Neckargemünd mit 345.000 Euro jährlich in Vorleistung. Der Rhein-Neckar-Kreis beteiligt sich mit einem Zuschuss in Höhe von 172.500 Euro am Finanzierungsvolumen.

Bürgermeister Jan Peter Seidel steht im engen Austausch mit den beteiligten Bürgermeisterkollegen sowie mit Landrat Manuel Just. Die Gespräche bewertet er positiv: „Der Austausch  mit Landrat Manuel Just war sehr konstruktiv. Wir freuen uns auf die weiteren Gespräche, insbesondere zur möglichen Modifikation des Linienbündels. Gemeinsam wollen wir eine tragfähige und zukunftsfähige Lösung für die Finanzierung und Ausgestaltung des ÖPNV ab dem Jahr 2027 entwickeln.“

Mit Blick auf die anstehenden Verhandlungen zur Finanzierung und möglichen Neuausrichtung der Buslinien ab 2027 zeigte sich der Gemeinderat insgesamt zuversichtlich. Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten bleibt, die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger langfristig zu sichern und ein leistungsfähiges Busangebot in der Region zu erhalten.