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Neckargemünd wird Teil des Hitze-Forschungsprojekts PROLOK

Heiße Sommer und längere Hitzeperioden stellen auch Neckargemünd zunehmend vor Herausforderungen. Die Zahl der sogenannten heißen Tage mit Temperaturen über 30 Grad Celsius hat in den vergangenen Jahrzehnten von rund sechs auf etwa 15 Tage pro Jahr deutlich zugenommen. Im besonders heißen Sommer 2022 wurden sogar 30 heiße Tage gezählt. Vor allem die dicht bebaute Altstadt, aber auch mehrere Ortsteile sind von Hitzeperioden zunehmend betroffen.

Die Stadt Neckargemünd beteiligt sich deshalb am Forschungsprojekt „PROLOK“. „PROLOK“ steht für „Prozessschema für lokalspezifische Hitzeanpassung in kleinen Kommunen“ und wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert. Beteiligt sind unter anderem die Universität Freiburg, das Karlsruher Institut für Technologie und das Beratungsbüro Klima Plus. Ziel des Projekts ist es, kleine und mittlere Kommunen dabei zu unterstützen, sich gezielt auf die zunehmende Hitze vorzubereiten und Maßnahmen zu ergreifen. Neben Neckargemünd nehmen auch Edingen-Neckarhausen und Neuried an dem Forschungsprojekt teil.

„Dass Neckargemünd bereits an einem Klimaanpassungskonzept arbeitet, war für uns ein zentraler Faktor bei der Auswahl. Für das Projekt eröffnet sich damit die spannende Möglichkeit, genauer zu betrachten, wie Klimawandelanpassung und Hitzeaktionsplanung gemeinsam entwickelt und aufeinander bezogen werden können“, so Dr. Dennis Fila, Projektkoordinator des PROLOK-Projekts an der Universität Freiburg.

Bürgermeister Jan Peter Seidel ergänzt: „Klimaanpassung ist die pragmatische Antwort auf sich ändernde Umstände. Ich begrüße es sehr, dass wir hierbei wissenschaftliche Unterstützung erhalten – zumal diese die Stadtkasse nicht belastet. Mit den sich daraus ergebenden Maßnahmen können wir dann Neckargemünd langfristig lebenswert und fit für die Zukunft halten.“

Gemeinsam mit Fachleuten und lokalen Akteuren sollen im Rahmen des Projekts konkrete Maßnahmen entwickelt werden, um die Bevölkerung besser vor Hitze zu schützen und die Lebensqualität langfristig zu sichern. Das Projekt läuft bis Ende 2026.