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Busverbindung Linie 35 bleibt gesichert – Auseinandersetzung über Erhöhung der Ausgleichszahlungen

In der Gemeinderatssitzung am 24. Februar 2026 hat der Gemeinderat der Stadt Neckargemünd die Erhöhung der Ausgleichszahlungen, die die Stadt Neckargemünd 2026 für das Buslinienbündel 34/35 an den Rhein-Neckar-Kreis bezahlen soll, abgelehnt. Die Entscheidungs hat keine unmittelbaren Auswirkungen auf den laufenden Betrieb der Buslinien 34 und 35. Bürgermeister Seidel ist es wichtig zu betonen: „Die Busverbindungen sind aufgrund laufender Verträge schon jetzt gesichert für die nächsten Jahre. Der 35er ist essentiell für die Mobilität unserer Bürger. Dass Kommunen und Aufgabenträger angesichts der Haushaltslage um jeden Euro streiten, ist zu erwarten. Ich freue mich auf die nun folgenden weiteren Verhandlungen.“

Seit 2014 sind die Buslinien 34 und 35 in einem Linienbündel zusammengefasst. Sie verkehren zwischen Heidelberg-Wieblingen, dem Hauptbahnhof Heidelberg und Neckargemünd Bildungszentrum bzw. dem Steinachtal. Aufgabenträger für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), damit die Buslinien, ist der Rhein-Neckar-Kreis, der dies per Vereinbarung an die Stadt Heidelberg abgegeben hat. Die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) betreiben in ihrem Auftrag die Buslinien. Gefordert war eine Erhöhung des Ausgleichssatzes von 1,59 Euro/km auf 1,77 Euro/km aufgrund verschiedener Kostensteigerungen u.a. durch Anschaffung und Einsatz von Wasserstoffbussen, Anrechnungsmodalitäten für Gelenkbusse und Entgelttarifsteigerungen. Bei einer jährlichen Fahrleistung von rund 195.000 km auf dem Streckenabschnitt Neckargemünd hätten damit die Gesamtkosten für 2026 somit 345.105 Euro betragen. Dies hätte eine Steigerung von 35.055 Euro im Vergleich zu 2025 bedeutet.</

Zur Sprache kamen im Rat vor allem die mangelnde Vorlage der genauen Kalkulationen getrennt nach beiden Buslinien, das Übersehen der Pflicht zur frühzeitigen Einbeziehung in Zukunftsentscheidungen und bessere Informationen über die Vereinbarungen zwischen Kreis, der Stadt Heidelberg und dem RNV. Nach ausgiebiger Diskussion fand in der folgenden Abstimmung die Erhöhung der Ausgleichszahlungen bei 9 Ja-Stimmen, 9 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen keine Mehrheit.