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Erst Jugendforum dann Jugendgemeinderat

Mitreden! Mitmachen! – Unter diesem Motto ist die Neckargemünder Jugendbeteiligung gestartet - aufgrund der andauernden Coronapandemie zunächst online. Zwölf Jugendliche waren auch einen Monat nach dem ersten Treffen mit dabei und diskutierten miteinander, welche Form der Beteiligung Jugendliche in der Neckargemünder Kommunalpolitik künftig haben sollen. Mit viel Erfahrung und Knowhow unterstützte das Ganze Nico Alt vom Kreisjugendring, der bereits in vielen Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis Jugendbeteiligungen begleitete. An dem Treffen nahmen neben Bürgermeister Volk auch vier Stadträtinnen und Stadträte teil, die sich speziell um die Jugendbeteiligung kümmern wollen.

Zunächst gingen die Meinungen unter den Jugendlichen auseinander. Ein formeller Jugendgemeinderat ist effektiver, die Mitglieder sind für eine bestimmte Amtszeit fest mit dabei und haben formelles Rederecht im Gemeinderat. Allerdings hat er auch eine Altersgrenze und Jugendliche, die nicht in Neckargemünd wohnen, können nicht mitmachen. Zeitgleich stellten viele Befürwortende eines Jugendgemeinderats fest, dass sie selbst nicht mehr lange genug in Neckargemünd sein werden, um selbst zu kandidieren.

Ein Jugendforum schien also die flexiblere, offenere Alternative. Doch es birgt die Gefahr, dass die Jugendlichen schnell das Interesse verlieren und nur noch der „harte Kern“ dabei bleibt. Obgleich Bürgermeister Volk und die anwesenden Gemeinderatsmitglieder versicherten, dass der Gemeinderat sicher auch ein Jugendforum anhören werde, gefiel den Jugendlichen nicht, dass ein Forum nur einmal im Jahr stattfindet, während der Jugendgemeinderat alle sechs bis acht Wochen zusammenkommt. So ist es einem Forum schwer möglich, auf aktuelle Themen der Stadt zu reagieren.

Lisa Vollmer von der Stadtverwaltung schlug schließlich vor, erst mit einem Jugendforum zu startet, das die Aufgabe habe, einen Jugendgemeinderat zu entwickeln. Zudem solle eifrig die Werbetrommel gerührt werden, um wirklich jeden zu erreichen. Einige Jugendliche erklärten sich gleich bereit, die Stadtverwaltung hier zu unterstützen, um insbesondere über die sozialen Netzwerke und die Schule die Jugendbeteiligung zu bewerben.

Die nächste Onlinekonferenz des Interim-Jugendforums findet am Donnerstag, den 20. Mai 2021, um 17:30 Uhr statt. Interessierte Jugendliche, die zwischen 14 und 20 Jahre alt sind und in Neckargemünd wohnen, zur Schule gehen oder einen anderweitigen Bezug zur Stadt haben und sich in der Jugendarbeit aktiv beteiligen möchten, sind herzlich eingeladen, sich zur Konferenz anzumelden: per E-Mail oder tel.: 06223 804-122. Wer sich bereits zur letzten Konferenz gemeldet hat, bekommt automatisch eine Einladung zum Meeting.