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Neckargemünder Krisenstab erarbeitet lokales Konzept für steigende Corona-Zahlen

(Stadt Ngd) Noch ist die Infektionsrate in Neckargemünd verhältnismäßig gering, aber das wird in Anbetracht der steigenden Infektionszahlen im Landkreis voraussichtlich nicht so bleiben: Anlass für den Verwaltungs-Krisenstab der Stadt unter Leitung von Bürgermeister Frank Volk, dieser Tage zusammenzutreten und ein speziell auf die Neckargemünder Verhältnisse angepasstes Handlungskonzept aufzustellen. „Wir haben ein Stufenkonzept entwickelt, mit dem wir unter Berücksichtigung der Gesetzeslage sowie des lokalen und regionalen Infektionsgeschehens verschiedene Maßnahmen ab einer bestimmten Fall-Inzidenz einleiten werden – ähnlich wie das Land Baden-Württemberg das mit seiner Sieben-Tage-Inzidenzen von 35 bzw. 50 Fällen pro 100.000 Einwohner vorgegeben hat,“ berichtet Bürgermeister Frank Volk.

Ausgehend von einer vergleichenden Betrachtung der Fallzahlen in Neckargemünd, der Region und im Land Baden-Württemberg hat der Krisenstab für die Stadt Neckargemünd verschiedene Handlungsfelder definiert, etwa die Nutzung der öffentlichen Gebäude und der Verwaltung, den Sportbetrieb, die Schulen und Kindergärten, Spielplätze, Märkte, Gaststätten und Einzelhandel sowie religiöse Veranstaltungen und Zusammenkünfte verschiedenster Art. Abgestuft nach einer für Neckargemünder Verhältnisse „bereinigten Fallzahl“ sind für diese Handlungsfelder verschiedene Maßnahmen vorgesehen, etwa Personen- bzw. Zutrittsbeschränkungen und die Terminvorbehalte, Nutzungsverbote und Schließungen, erweiterte Maskenpflicht, Abstandsgebote und Kontaktbeschränkungen. Für Kindergärten und Hort sind situativ spezielle Einzelfallbetrachtungen vorgesehen.
„Die bereinigte Fallzahl“, erklärt Bürgermeister Frank Volk: „ermöglicht uns, positive Testergebnisse differenziert behandeln zu können, je nachdem, in welcher räumlichen Verteilung sie auftreten. Wir berücksichtigen damit, welche Auswirkungen ein positives Testergebnis auf das Infektionsgeschehen in der Stadt hat. Einzelfälle weiträumig im Stadtgebiet verteilt bergen ein höheres Risiko für die Bürgerschaft, als wenn etwa in einem Hausstand oder in einer Einrichtung mehrere Personen Corona-positiv sind. Im letzteren Fall lässt sich der Ausbruch leichter eingrenzen.“
So ergeben sich aus dem Handlungskonzept erste stadtspezifische Maßnahmen, sofern in der Stadt fünf „bereinigte Fälle“ gezählt werden, eine weitere Stufe mit verschärften Maßnahmen ist für den Fall von sieben und mehr „bereinigten Fällen“ vorgesehen. Im Vordergrund aller Maßnahmen steht die Bemühung um geringstmögliche Eingriffe, unter Berücksichtigung des Gesundheitsschutzes und der Risikoorientierung.
Ein solches Stufenkonzept im Voraus verfügbar zu haben, ermöglicht dem Krisenstab, gut vorbereitet „vor die Welle“ zu kommen und bei steigenden Infektionszahlen schnell handlungsfähig zu sein – ein wichtiges Plus, um in Neckargemünd gut durch die Krise zu kommen.

Corona-Regeln einhalten und „aufs Amt“ bitte nur mit Terminvereinbarung

Die zweite Infektionswelle bringt einige Einschränkungen mit sich, die schon aus dem Frühjahr bekannt sind, etwa darauf zu achten, unnötige Kontakte zu vermeiden. Daher empfiehlt die Stadtverwaltung der Bürgerschaft unbedingt, einen Termin zu vereinbaren, statt spontan im Rathaus oder in den Ortsverwaltungen vorbeizukommen. Das erspart Wartezeiten und unnötige Begegnungen in den Wartebereichen.
Und so richtet die Stadtverwaltung den dringenden Appell an die Bürgerinnen und Bürger, die Einzelhändler und Gastronomen: „Bitte halten Sie sich an die Vorschriften, insbesondere zu Hygiene, Maskenpflicht und Abständen („AHA-Regeln“). Denken Sie auch an regelmäßiges Lüften, und nutzen Sie die Corona-Warn-App.“