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Gasleck sorgte für Vollsperrung der Bahnhofstraße/B37 in Neckargemünd

(Stadt NGD) Gegen 15:45 Uhr kam die Entwarnung aus Neckargemünd: das Gasleck ist abgedichtet, die Vollsperrung der Bahnhofstraße sowie des Schienenverkehrs sind aufgehoben. Erleichterte Anwohner und Anwohnerinnen können zurück in ihre Häuser.
Grund für die großräumige Vollsperrung am heutigen Montag war ein Gasleck. Gegen 10:45 Uhr wurde im Außengelände der Bahnhofstraße 50 bei vorbereitenden Maßnahmen für ein privates Bauvorhaben eine Gasleitung beschädigt. Die private Baufirma nahm daraufhin Gasgeruch war und meldete augenblicklich den Schaden.

Die Freiwillige Feuerwehr Neckargemünd mit allen vier Abteilungen fand sich am Einsatzort ein, die Unterkreisführungsgruppe mit Feuerwehrkameraden aus Bammental und Schönau unterstützte, wie auch die Feuerwehr Leimen mit dem Gerätewagen Messtechnik. Nachdem zunächst inner- und außerhalb der betroffenen Gebäude die Gaskonzentration gemessen wurde, legte die Einsatzleitung den Gefahrenradius auf 150 Meter um die Austrittsstelle fest.
Somit musste mit der Bahnhofstraße die Hauptverkehrsader B37 für den motorisierten wie auch den Fuß- und Radverkehr vollgesperrt werden. Dies betraf auch den gesamten Zugverkehr der angrenzenden Bahnschienen der Deutschen Bahn. Der Straßenverkehr wurde weiträumig umgeleitet. Die Deutsche Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr ein.
Die etwa 30 Personen aus den im Radius befindlichen Häusern wurden evakuiert und vor Ort durch einen Versorgungsbus der RNV betreut. Der Strom im betroffenen Bereich wurde vorübergehend abgestellt. Anwohner in unmittelbarer Nachbarschaft der Schadstelle wurden gebeten, Fenster zu schließen und offene Flammen und Funken zu vermeiden.
Die Fachkräfte an der Schadensstelle machten zunächst das Gasleck ausfindig, um es dann erst provisorisch, dann endgültig abzudichten, sodass der Einsatz um 15:20 Uhr für beendet erklärt wurde.

Insgesamt waren rund 90 Einsatzkräfte vor Ort: neben den erwähnten Feuerwehren fanden sich das Deutsche Rote Kreuz, das Technische Hilfswerk, der Polizeidienststelle Neckargemünd und die Bundespolizei an der Schadensstelle ein. Anwesend waren zudem der Kreisbrandmeister, Notfallmanager von RNV und Deutsche Bahn, sowie Fachberater der Stadtwerke und des Energieversorgers Syna. Auch Bürgermeister Frank Volk und Mitarbeitende aus Ordnungsamt und Pressestelle der Stadtverwaltung waren zugegen.
Es wurden regelmäßige Lagebesprechungen durchgeführt. In Absprache mit der Feuerwehr, der Polizei und den Stadtwerken übernahm die Stadt Neckargemünd die Pressearbeit. Auf der städtischen Homepage www.neckargemuend.de sowie über die Socialmedia-Kanäle auf Facebook und Twitter informierte die Stadt aktuell über das Geschehen vor Ort und beantwortete Anfragen. Die App KATWARN schlug ebenfalls an und zeigte, dass sie im Echtbetrieb funktioniert.
Bürgermeister Frank Volk lobte bei der abschließenden Lagebesprechung die gute Zusammenarbeit der Hilfskräfte und Organisationen. „Der entstandene finanzielle Schaden lässt sich im Moment noch nicht beziffern. Wichtig ist, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind“, betonte Volk.