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KLIMAfaires Einkaufen in Neckargemünd

Der Unverpackt-Laden "Naggisch" hat sie schon: die Klimaschutztaschen

Auch auf dem Wochenmarkt soll „KLIMAfaires Einkaufen“ möglich gemacht werden! Die Klimaschutzbeauftragten Nicola Lender und Susanne Lang, Meike Tormählen vom Stadtmarketing und Petra Kohl vom Arbeitskreis „Plastikfreies Neckargemünd“ nutzten Ende Januar den Markttag um den Standbetreibern die neue Kampagne vorzustellen. Initiiert von Schülern des Max-Born-Gymnasiums und vorangetrieben durch den AK „Plastikfrei“ werden Betriebe für die Umsetzung des plastikarmen Einkaufens angesprochen.

Was heißt das?

Konsum hat eine hohe Umweltrelevanz und ist gleichzeitig ein Bereich auf den der einzelne Bürger viele Einflussmöglichkeiten hat. Die Auswahl der Produkte wirkt sich stark auf den persönlichen CO2-Fußabdruck aus, es gilt: regional, saisonal, ökologisch. Aber auch die Verpackung der Produkte beeinflusst die CO2-Bilanz.
In Geschäften wie im neu eröffneten Unverpackt-Laden „Naggisch“, aber auch bei alteingesessenen wie der Kornblume oder „Frieda's Delikates & Schönes“ ist dies schon möglich. Neben ökologischen Produkten liegt der Fokus auch auf der Vermeidung von Verpackungsmaterial.

Wie funktioniert das „KLIMAfaire Einkaufen“?

Kunden brauchen nur ihren eigenen Mehrweg-Behälter mitzubringen: einen Korb, ein Einkaufsnetz, eine Baumwolltasche oder Frischhalte-Dosen.
Entscheidend ist, dass die Verkäufer nicht mit den Behältern der Kundschaft in Berührung kommen, um Hygienestandards einzuhalten. Das Verkaufspersonal stellt ein Tablett auf die Theke, die Kundschaft stellt den eigenen und sauberen Mehrwegbehälter offen (also ohne Deckel) auf das Tablett. Der Verkäufer stellt das Tablett auf die Waage und befüllt nun den Behälter mit den gewünschten Lebensmitteln, ohne mit dem Behälter in Berührung zu kommen. Nach der Befüllung kommt das Tablett wieder auf die Theke, die Kundschaft verschließt den Behälter und verstaut den Behälter im Einkaufskorb oder Beutel.

Auch auf dem Wochenmarkt lässt sich nun Plastikmüll vermeiden

Gleiches gilt für die Verwendung eigener Stoffbeutel beim Bäcker: Der Beutel darf nicht hinter die Theke gegeben werden und der Verkäufer darf den Beutel nicht anfassen. Das Veterinäramt und Verbraucherschutz Rhein-Neckar-Kreis hat keine Einwände gegen das System, wenn diese Regeln eingehalten werden.
Die Klimaschutzbeauftragten verteilen Stoffbeutel an interessierte Händler, die diese kostenfrei an Kunden weitergeben können. Betriebe die Interesse an dem System haben, können sich unter klimaschutz-im-gvv@neckargemuend.de anmelden.

Kunden und Verkäufer sind gefragt

Oft lässt sich Verpackung einfach einsparen. Fragen Sie aktiv beim Verkäufer nach. Für das Brötchen „auf die Hand“ oder das Süßteilchen für die Kinder braucht es häufig keine Verpackung. Für den Transport von Blumensträußen bedarf es vielleicht auch keiner Verpackung und wenn dann lieber Papier statt Plastik.
Übrigens, am 21. März ist wieder Stadtputztag! Alle die mit eigenen Händen zu einer sauberen Umwelt beitragen möchten, sind herzlich eingeladen. Infos gibt es unter www.neckargemuend.de/stadtputztag.