Alternative Mobilität in Neckargemünd auf dem Vormarsch

Der Sektor Mobilität ist ein wichtiger Baustein zur Erreichung der Klimaschutzziele. Insbesondere der motorisierte Individualverkehr verursacht nicht nur große Mengen des klimaschädlichen CO2, sondern bringt auch andere Probleme wie Feinstaub, Lärm und einen großen Flächenbedarf für Parkflächen mit sich. Auch Themen wie Fahrverbote und der viel diskutierte Dieselskandal sind gute Gründe, um alternative Mobilitätsangebote in den Fokus zu rücken.

Stefan Küppers übergibt Bürgermeister Frank Volk und Susanne Lang vom Klimaschutzmanagement die Stadtmobil-Kundenkarten für städtische Mitarbeiter.

CarSharing-Angebot ausgebaut

Ursprünglich sollte für vier Fahrzeuge ein Ersatz beschafft werden. Doch der bloße Austausch von Verbrennungsmotoren gegen ihre elektrischen Pendants stellt keinen nachhaltigen Beitrag zur Mobilitätswende dar. Daher hat sich die Stadt Neckargemünd entschieden ihren Fuhrpark zu verkleinern und ein Fahrzeug nicht zu ersetzen. Als Alternative dienen ab sofort die Fahrzeuge aus dem CarSahring-Pool der Stadtmobil Rhein-Neckar AG. Die Fahrzeuge stehen am Bahnhof den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern flexibel für Dienstfahrten zur Verfügung. Die Fahrzeugflotte von Stadtmobil bietet darüber hinaus vom Kleinwagen über Kombi und Transporter für jede Gelegenheit das richtige Fahrzeug.
Da sich das CarSharing-Angebot in Neckargemünd auch bei Bürgerinnen und Bürgern immer größerer Beliebtheit erfreut baut das Unternehmen aus Mannheim seine Flotte für seine derzeit 106 Neckargemünder Kunden stetig aus. Bürgermeister Frank Volk und Klimaschutzbeauftragte Susanne Lang nahmen am 11. April ein weiteres Fahrzeug von Stefan Küppers in Empfang. Stadtmobil bietet damit mittlerweile sieben Fahrzeuge in Neckargemünd an. Neben den nun drei Fahrzeugen am Standort in der Bahnhofstraße befindet sich je ein Fahrzeug in der Saarstraße 23-25 in Kleingemünd, auf dem oberen Parkdeck am „Waltscher Platz“, in der Eichendorffstraße vor dem Gemeindezentrum Arche sowie im ebenerdigen Parkdeck unter Haus 2 des SRH Bildungszentrums auf Stellplatz Nr. 17 (Im Spitzerfeld 25). Der Zugang zu den Autos erfolgt nach Anmeldung über einen Zugangscode. Die Fahrpreise staffeln sich nach Fahrzeugtyp und Fahrtdauer.
Ausführliche Informationen und das Anmeldeformular zum CarSharing finden Sie hier.

Dirk Weinmann, Mario Horvath und Bürgermeister Frank Volk nahmen das erste Elektro-Fahrzeug der Stadt in Empfang. 

Elektromobilität

Ein weiterer Aspekt ist der Umstieg von herkömmlichen Verbrennungsmotoren auf Elektromobilität. Auch die Stadt Neckargemünd hat sich im Rahmen ihres Klimaschutzkonzeptes mit diesem Thema befasst. Daher wurden im vergangenen Jahr drei Elektro-Fahrzeuge als Ersatz für die konventionellen Fahrzeuge im Fuhrpark der Stadt beschafft. Für die Fahrzeuge wird ein Solar-Carport auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus errichtet. Mit dem selbstproduzierten Strom können die Fahrzeuge aufgeladen und die CO2-Bilanz weiter verbessert werden. An zwei öffentlichen Ladepunkten können zusätzlich private Fahrzeuge mit dem Neckargemünder Sonnenstrom geladen werden.

Komplett CO2-frei

Die klimafreundlichste Art sich fortzubewegen ist die unmotorisierte Mobilität, also zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Für kürzere Dienstwege innerhalb der Stadt stehen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereits seit 2014 zwei Dienst-Pedelecs der Stadtwerke Heidelberg zur Verfügung. Auch für Bürgerinnen und Bürger stellt das Rad eine gute Alternative für die Alltagsmobilität dar. Die Kampagne STADTRADELN des Klima-Bündnis, an der sich die Stadt Neckargemünd vom 18. Mai bis 7. Juni wieder beteiligt, soll für diese klimafreundliche Mobilität werben und die Freude am Radfahren sichtbar machen. Darüber hinaus baut die Stadt stetig ihr Angebot für Radfahrende aus und verbessert in Abstimmung mit dem Land Baden-Württemberg und dem Rhein-Neckar-Kreis die Radinfrastruktur. Am Altstadt-Bahnhof wurden für Pendler Radboxen errichtet, die schon kurz nach der Einweihung ausgebucht waren. Das Angebot von Radboxen an den Bahnhöfen soll weiter ausgebaut werden. Am Bahnhof wurde im letzten Jahr eine RadServicestation errichtet, an der kleinere Reparaturen selbst durchgeführt werden können. Auch eine Luftpumpe steht an der Station jederzeit öffentlich zur Verfügung.
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