Regionales Startup „PinVisit“ als neues Marketing-Instrument für Tourismus und Handel

Neckargemünder Stadtmarketing und Gewerbeverein sind bei App-Projekt dabei

Einladung zur Infoveranstaltung am 6. Mai im Rathaus

„Wieso erfahre ich eigentlich immer erst montags im Büro, was am Wochenende in der Region so alles los war?“ Diese Frage ließ Dominik Seibert aus Eberbach nicht mehr los. Die Veranstaltungsinformationen der gängigen sozialen Netzwerke stellten ihn nicht zufrieden. Hier zeigt der Algorithmus längst nicht alles an. „Warum gibt es da keine App?“ fragte sich Dominik Seibert mit dem weiteren Team bestehend aus Timo Grüber, Christian Hildenbrand, Mario Wäsch und Stephan Mechler und so beschlossen sie kurzerhand, eine solche zu entwickeln.
Heraus kam PinVisit, eine kartenbasierte App, die zeigt was die Region zu bieten hat. Der Nutzer bekommt auf einer Karte sogenannte PinSpots angezeigt, die er besuchen kann. Erkennt die App, dass der Nutzer sich tatsächlich an genau dem Ort befindet, wird der Ort als „besucht“ gepinnt und der Nutzer erhält Punkte auf seinem virtuellen Punktekonto. Wer mag, kann sich auch mit einem Selfie am PinSpot verewigen.
Neben den erwähnten Veranstaltungen zeigt die App auch interessante Ausflugsziele in der Region, und zwar sowohl Sehenswürdigkeiten touristischer Art als auch die vielen Geschäfte, Cafés und Restaurants des regionalen Einzelhandels.
Für Letztere ist PinVisit auch ein interessantes Marketingtool. Sie können Menschen in ihrer Umgebung gezielt über das eigene Angebot, Events und Aktionen informieren. Nimmt der Nutzer an einem Event teil und ist auch tatsächlich vor Ort, kann er die Teilnahme „pinnen“ und bekommt wieder Punkte gutgeschrieben. Die Einzelhandelspartner haben zusätzlich die Möglichkeit Prämienangebote auf ihre PinSpots und Events einzustellen, wie Vergünstigungen oder kleine Geschenke, diese kann der Nutzer dann durch Einlösen von Punkten innerhalb der App in Anspruch nehmen.
Ihr PinVisit-Projekt finanzierten die Entwickler nach dem Prinzip „crowd funding“. Zunächst bemühten sie sich um Partner, die im Falle der App-Entwicklung einen PinSpot erwerben. Das dabei gesteckte Finanzierungsziel wurde zum Jahreswechsel 2018/2019 erreicht und somit kann nun die App fertig entwickelt werden. Über 70 Partner haben Seibert, Hildenbrand und Co. für ihr Projekt begeistern können. Dazu gehören die Städte und Gemeinden Neckargemünd, Eberbach, Waldbrunn, Schönbrunn, Michelstadt und Erbach, sowie zahlreiche Gastronomen, Veranstalter, Einzelhändler und eine Tourismusorganisation aus der Region.

Die Stadt Neckargemünd wird mit folgenden PinSpots in der App vertreten sein: Stadttor, Marktplatz,  Neckarlauer, Festplatz unter der Friedensbrücke, Hanfmarkt, Prinz Carl, Villa Menzer, Altes Rathaus (Museum), Terrassenfreibad, Hochwasserpfad, Burgfeste Dilsberg, Rathaus Waldhilsbach, Rathaus Mückenloch. Auch städtische Veranstaltungen wie das Altstadtfest oder der Bohrermarkt werden in der App angezeigt und der Besuch mit virtuellen Punkten vergütet.
„Ich finde PinVisit nicht nur von Seiten des Einzelhandelmarketings, sondern auch persönlich als Nutzer interessant“, erklärt die Vorsitzende des Gewerbeverein Neckargemünd e.V., Thordis Taag. Der Gewerbeverein ist selbst Partner von PinVisit geworden und wird künftig mit all seinen Abendbummeln in der App vertreten sein. Zudem profitieren Vereinsmitglieder von besonderen Konditionen beim PinSpot-Erwerb. Die ersten Einzelhändler und Institutionen haben hiervon gleich Gebrauch gemacht. Zu den Teilnehmern der ersten Stunde gehören das SRH Berufsbildungswerk ebenso wie Florale Art & Design sowie das zukünftige Bahnhofsquarree.
Ab September 2019 ist die App für den Nutzer online. Gewerbetreibende, Institutionen und Vereine, die Interesse am Erwerb eines PinSpots haben können sich mit dem Neckargemünder Stadtmarkting oder mit dem Gewerbeverein in Verbindung setzen. Am Montag, den 6. Mai, um 19 Uhr stellt Dominik Seibert auf einer Infoveranstaltung im Ratssaal im Neckargemünder Rathaus, Bahnhofstraße 54, sein Projekt vor und steht hinterher gerne für Fragen zur Verfügung.