Mit ihr geht ein Stück Waldhilsbacher Geschichte

Kindergartenleiterin Karin Heimer nach 43 Jahren in den Ruhestand verabschiedet

Foto: v.l.n.r. Anne von Reumont, Vera Henrich, Hubert und Karin Heimer, Frank Volk, Kerstin Henkel; Bildnachweis: Stadt Neckargemünd

Als Karin Heimer im September 1975 die Leitung des neu erbauten Kindergartens in der Heidelberger Straße übernahm, war sie gerade mal 20 Jahre alt. Sie hat das Bild des Kindergartens und die Welt von bis zu 1.000 Kindern in den letzten vier Jahrzehnten geprägt wie kein anderer.

Zur formellen Entlassung in den Ruhestand lud Bürgermeister Frank Volk sie und ihren Ehemann zu einer kleinen Feierstunde ins Rathaus Neckargemünd. „Tausend Kinder, das ist ja quasi einmal Waldhilsbach!“ merkte Ortsvorsteherin Anne von Reumont nicht ganz überrascht an, so waren schließlich auch ihre beiden Kinder bei Frau Heimer gut aufgehoben.

Die Eigenverantwortung der Kinder und damit ihr selbstständiger Umgang mit allen Lebenslagen der Gesellschaft stärken, das hatte sich Karin Heimer auf die Fahne geschrieben. Die Kinder sollten miteinander und voneinander lernen, Kreativität leben und mit Freude in Sprache und Motorik gefördert werden.

Schon vor zwanzig Jahren gab es am Waldhilsbacher Kindergarten Naturtage, die zu Waldtagen und Waldwochen und schließlich einer Waldgruppe wurden. 1991 führte Karin Heimer in ihrem Kindergarten verlängerte Öffnungszeiten ein, mit der Jahrtausendwende die Kernzeitbetreuung der Schulkinder und schließlich die Aufnahme der unter Dreijährigen.

Generationen von Kindern hat Karin Heimer miterzogen und auf das Leben vorbereitet, sie aber auch in die dörfliche Gemeinschaft hineinwachsen lassen. Dabei ist sie selbst erst durch die Stelle der Kindergartenleiterin nach Waldhilsbach gekommen. Jetzt ist sie dort tief verwurzelt. „Meine beiden Schwiegersöhne waren meine ersten Kindergartenkinder!“ erzählt die energiegeladene Leiterin fröhlich und fügt hinzu, „in Waldhilsbach ist man als Familie am besten aufgehoben!“

Ruhig wird es im Ruhestand erstmal nicht. Neben diversen Reisen und dem Verkauf von Antiquitäten freut sie sich auf viel Zeit mit ihrer großen, bunten Familie.