Jahresrückblick - Das war 2018!

Beim 2. Neckargemünder Neujahrsempfang am 11.1.2019 blickte Bürgermeister Frank Volk zurück auf das vergangene Jahr 2018. Die Stadt Neckargemünd und der Gewerbeverein Neckargemünd e.V. hatten nun schon zum zweiten Mal zum gemeinsamen Neujahrsempfang in die Aula des Schulzentrums geladen. Zahlreiche geladene Gäste aus Politik und städtischen Institutionen, die Vereinsvorstände und Mitglieder des Gewerbevereins waren zugegen.

Klimaschutz und nachhaltige Mobilität

Viel Engagement zeigte die Stadtverwaltung mit den Klimaschutzmanagerinnen des Gemeindeverwaltungsverbands. Es gab eine Energiekarawane für das Gewerbe, den Fotowettbewerb „Mobilität“, an dem viele Jugendliche teilgenommen und schöne Bilder eingereicht haben. Die Umsetzung des „Phänologischen Gartens“ im Menzer Park, zur Beobachtung der Klimaveränderungen, hat begonnen. Der Gemeinderat hat ein Radverkehrskonzept verabschiedet und eine Lärmschutzplanung beschlossen.

Die Stadt Neckargemünd behält ihre Vorbildfunktion bei und ist selbst in die E-Mobilität eingestiegen: so wurden als Ersatzbeschaffungen drei Elektroautos gekauft. In Kürze sollen auch Ladestationen für Elektroautos und Fahrräder angeboten werden.
Ein weiteres wichtiges Thema, das nun endlich abgehakt werden konnte, war die Vergabe der Stromkonzession und damit verbunden die Re-Kommunalisierung unseres Stromnetzes.

Bildung und Förderung von Kindern und Jugendlichen

Die Grundschule Neckargemünd hat eine neue Bushaltestelle bekommen. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Busse in den Schulhof einfahren mussten! Der Sparkassen-Parkplatz an der Hildastraße zur Bushaltestelle wurde ausgebaut, so dass die Kinder künftig dort aussteigen können, und auf dem Schulhof keine Gefahr mehr besteht.
Genügend geeignete Kindergartenplätze zur Verfügung zu stellen, war auch 2018 ein wichtiges Thema und wird es weiter bleiben.
Neues getan hat sich am Schulzentrum: am Gymnasium und an der Realschule wurde das 7-Stunden-Modell eingeführt, das den Pflichtunterricht komplett in die Vormittagsstunden bringt, außerdem wurde am Gymnasium – ganz zukunftsweisend und passend zum Schulprofil - als neues Profilfach „Informatik, Mathematik und Physik“ eingeführt mit einer großen Zahl an Anmeldungen.

Feste wurden gefeiert

Im Juni wurde das Jubiläum „150 Jahre Elsenztalbahn“ festlich begangen. 30 Jahre Museum und Stadtbücherei im Alten Rathaus wurden gefeiert, sowie 25 Jahre Städtepartnerschaft mit Missoula und der erste Herbstmarkt bei schönstem Herbstwetter. Auch der diesjährige Bohrermarkt profitierte noch von den letzten Ausläufern des „Supersommers“ und verwöhnte die Festbesucher mit viel Sonnenschein und außergewöhnlichen Temperaturen.

„Supersommer“

Der heiße und trockene Sommer des vergangenen Jahres ist allen noch in Erinnerung. Eine schönere Saison hätte man sich für das neu renovierte Schwimmbad gar nicht wünschen können: die 150.000 – Besucher-Marke wurde geknackt und auch die Sanierung und Neubewirtschaftung des Schwimmbadkiosks wurde gut angenommen.

Stadtverschönerung

Damit das schöne Neckargemünd auch schön bleibt wurden 2018 verschiedene ehrenamtliche Aktionen durchgeführt, etwa der Stadtputztag im Frühjahr und der Freiwilligentag der Metropolregion im Herbst.
Mit dem Kauf einer eigenen Kehrmaschine trägt die Stadtverwaltung dazu bei, dass Neckargemünd künftig nicht mehr nur nach Terminplan, sondern nach Bedarf sauber wird. Ein eigener Bagger wurde ebenfalls beschafft, so dass der Bauhof kleinere Arbeiten selbst machen kann.

Einsparungen und Finanzen

Bürgermeister Volk benannte als wichtigen Baustein seines Führungskonzeptes, Einsparungen umzusetzen und die städtischen Einnahmen zu erhöhen. Daran führe in Anbetracht der immer klammen Finanzsituation kein Weg vorbei. Dabei sei es wichtig, nicht pauschal alle Bürger zu belasten, sondern vordringlich nach Verursacherprinzip diejenigen zur Kasse zu bitten, die Leistungen in Anspruch nehmen. So wurde im letzten Jahr unter anderem eine Zweitwohnungssteuer eingeführt, die Verwaltungsgebühren und die Abwassergebühren neu kalkuliert sowie die Gebühren für die Kindergärten und die außerschulische Betreuung angepasst.

Verkehrskonzept

Der Gemeinderat hat 2018 das Parkraumbewirtschaftungskonzept optimiert. Sorgen macht die Entwicklung der Kosten für den öffentlichen Nahverkehr: allein für den 35er-Bus sind die Preise stark gestiegen, sodass Neckargemünd künftig rund 260.000 Euro für diese Anbindung zahlen muss; insgesamt schlagen die Kosten für den Nahverkehr inzwischen mit rund 390.000 Euro pro Jahr zu Buche.
Schwierig wurde es für den Verkehr „zu Wasser“, nachdem für den Großteil des Jahres ein Fährmann für die Fähre Neckarhäuserhof/Neckarhausen gefehlt hat.
Bei der intensiven Suche wurde die Stadtverwaltung vom Freundeskreis Fähre unterstützt, der mit seiner Banner-Aktion so viel Publicity für die Fähre geschaffen hat, dass die Fähre jetzt deutschlandweit bekannt ist, ob im Fernsehen, im Radio oder in den verschiedensten überregionalen Zeitungen, darunter der FAZ und der Stuttgarter Zeitung. Und die Suche hatte auch Erfolg; für das kommende Jahr wird wieder einen reibungslosen Betrieb erwartet.

Teilnahme an Fernsehquiz

Sehr viel Spaß gemacht hat Bürgermeister Volk und seinem Team die Beteiligung bei der SWR-Rätselsendung „Stadt Land Quiz“, wo er gemeinsam mit Ratepartner Karl Hofstätter auf der „Königin Silvia“ langsam über den Neckar gleitend, verschiedene Fragen zum Thema „Flüsse“ lösen musste. Dass Neckargemünd dann auch noch gewonnen haben, gegen die Weinstadt Altenahr in Rheinland-Pfalz, war das Sahnehäubchen auf dieser schönen Werbung für die Stadt.

Integration

Im vergangenen Jahr haben wurde weiterhin viel zur Unterbringung der der Stadt zugewiesenen Geflüchteten in der Anschlussunterbringung getan. Auf GVV-Ebene wurden zwei Integrationsmanager eingestellt, und es wurde eine Einwohnerversammlung zur Integrationsarbeit abgehalten. Dem massiven Druck, Unterbringungsplätze zu schaffen, konnte durch den Ankauf einer in Schefflenz nicht mehr benötigten Wohnmodulanlage etwas abgeholfen werden. Die Anlage wurde im Dezember in der Güterbahnhofstraße aufgestellt und wird in den nächsten Wochen in Betrieb genommen werden.

Herausforderung: Wasser

Nicht nur über der Erde, sondern auch unter der Erde konnte eine der dringlichsten Aufgaben endlich angepackt werden. So wurde damit begonnen, die letzten Grundstücke, bei denen es wirtschaftlich vertretbar war, an die Kanalisation anzuschließen, so dass die Klärgruben nun bis auf ganz wenige Ausnahmen im Außenbereich der Vergangenheit angehören.
Auch die schlimmen Starkregenereignisse, die besonders Mückenloch und Waldhilsbach betroffen haben, haben die Stadt Neckargemünd 2018 bewegt. Auch das sind Folgen des Klimawandels. Die Stadt Neckargemünd will sich durch verstärktes Krisenmanagement dagegen wappnen. Gemeinsam mit den Gemeinden Bammental, Gaiberg und Wiesenbach wurde eine Starkregen-Kartographierung in Auftrag gegeben, die es ermöglichen wird, die Einwirkungen von Starkregen und anderen Überschwemmungen künftig besser vorauszusagen.

Ausbau der Lebensmittelmärkte

Kontrovers diskutiert wurden, die Expansionswünsche verschiedener Lebensmittelmärkte in Neckargemünd: ein neuer Edeka soll kommen, Rewe und Aldi möchten ebenfalls ihre Märkte erweitern. Im Gemeinderat wurde hierüber sehr intensiv diskutiert.