25 Jahre Städtepartnerschaft

Neckargemünd und Missoula feierten

Bürgermeister Frank Volk begrüßt die Gäste aus Missoula beim Lebendigen Neckar

Welch wichtige Rolle die persönliche Begegnung bei Städtepartnerschaften hat, wurde Mitte Juni in Neckargemünd deutlich. Vier Tage lang besuchte eine Delegation aus der US-amerikanischen Partnerstadt Missoula, Montana, die Stadt an Elsenz und Neckar, um das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft zu feiern.
Mit einem feinen, kulturellen Programm präsentierten die Missoulians ihre Stadt, die die zweitgrößte im Bundesstaat Montana ist. Den Auftakt der Feierlichkeiten machte der prämierte Pianist Steven Hesla, Professor of Music, University of Montana, mit einem öffentlichen Klavier-Meisterkurs für Schülerinnen und Schüler der Musikschule Neckargemünd. Zwei Tage später beschenkte Steven Hesla die Neckargemünderinnen und Neckargemünder mit seiner „Klaviermusik aus vielen Ländern (281 KiB)“ im Rahmen eines exklusiven Konzertes im Bürgersaal des Prinz-Carl Gebäudes.

Im Bürgersaal des Prinz-Carl wurde ein feines kulturelles Programm geboten

Ebenfalls dort präsentierte bereits am Nachmittag Professor Jerry Fetz von der University of Montana die Partnerstadt Missoula und den US-Staat Montana mit seinen berühmten Naturparks. Am Rande der Veranstaltung erzählte ein Bürger von seiner Tochter, der es bei einem Austausch in Missoula so gut gefallen hat, dass sie nun schon seit Jahren dort lebt und auch mit einem Missoulian verheiratet ist – ein schönes Beispiel dafür, wie eng die bei-den Städte schon verknüpft sind.
Stolz begrüßte Bürgermeister Frank Volk am anschließenden Sonntag die Gäste aus den USA bei der offiziellen Eröffnung des Lebendigen Neckars und stimmte auch nachdenkliche Töne an: „Trotz aller politischer Differenzen haben wir in beiden Ländern ähnliche Grundüberzeugungen, nämlich, dass die Menschenrechte zu achten sind, dass Demokratie, Freiheit und Toleranz einhergehen müssen mit Meinungs- und Pressefreiheit. Zu oft erleben wir gegenwärtig, dass diese Werte in vielen Ländern der Welt mit Füßen getreten werden. Umso wichtiger ist es, dass wir zusammenhalten und als Beispiele vorangehen. Städtefreundschaft bedeutet, dass wir die Verschiedenheit und die kulturellen Unterschiede in unseren Ländern einander vermitteln, und auch gemeinsam feiern – wie zum Beispiel an diesem Wochenende!“
Herzlich waren die Kontakte auch abseits der offiziellen Termine. So entstanden und festigten sich, zwischen tiefsinnigen Gesprächen und geselligen Abenden, neue und alte Freundschaften.

Bürgermeister Frank Volk und Prof. Jerry Fetz halten gemeinsam eine zweisprachige Rede