Mückenloch: Starkregen halten Anwohner in Schach

Lösungen für die Zukunft erörtert

In den vergangenen beiden Monaten hatten Starkregen und Schneeschmelze immer wieder erhöhte Wasserzufuhr nach Mückenloch gebracht. Wie man mit dieser Situation künftig umgehen müsse, und welche Verbesserungsmöglichkeiten es gibt, war Inhalt eines Krisengesprächs, zu dem Ortsvorsteher Joachim Bergsträsser vor wenigen Tagen eingeladen hatte.

Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner, insbesondere des Ortsrandes von Mückenloch, waren mehrfach durch Überflutungen ihrer Grundstücke betroffen. Die Abteilungswehr der Feuerwehr musste mehrfach ausrücken und Hilfe leisten. Die mit Laub und Gestein verstopften Körbe in den Einlaufschächten der Kanalisation trugen zur Überflutungsgefahr der Ortsmitte bei. Glücklicherweise hatten umsichtige Anwohner die Einlassschächte geöffnet und die Körbe entfernt und damit größeren Schaden verhindert. Die Feuerwehr unterstützte mit Sandsäcken. Diese wiederholte Gefahrenlage veranlasste Ortsvorsteher Joachim Bergsträsser, die betroffenen Anwohner zusammen mit Fachleuten aus Stadtverwaltung und Feuerwehr zu einer Krisensitzung zusammenzurufen. Zahlreiche Bilder machten die Situation während und nach dem Regen deutlich. Bürgermeister Frank Volk, die Herren Uwe Seiz (Fachbereich Tiefbau) und Mario Horvath (Fachbereich Ordnung und Bürgerdienste), sowie Feuerwehrkommandant Pierre Wallstab und seinen Stellvertreter Thomas Schippl von der Abteilungswehr diskutierten verschiedene Lösungsvorschläge für die betroffenen Örtlichkeiten. Bürgermeister Frank Volk fasste zusammen: „Um es auf den Punkt zu bringen: Wir müssen oben anfangen! Wir wollen entlang des Betonwegs zum Reitplatz und am Weg vom Radschuhbahnhof zum Dilsberger Schützenhaus den Graben reinigen und die Durchläufe zu den Seitenwegen überprüfen. Weiter wollen wir prüfen, ob man das Oberflächenwasser dieser beiden Wege an der Hühnerfarm vorbei Richtung Golfplatz ableiten kann. Beim Weg zum Mückenlocher Schützenhaus muss ebenfalls der Graben gereinigt werden, und wir prüfen, ob Querrinnen den Zulauf des Wassers in den Graben verbessern würden.“

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass auf die Kontrolle, Überwachung und Reinigung der Einlaufrechen an den Feldwegen in Zukunft ein besonderes Augenmerk gerichtet werden müsse. Auch der Zustand der Kreisstraße K 4101- die Straße ist beim Ortsausgang Richtung Waldwimmersbach unterspült, aus dem angrenzenden Gehweg fließt permanent Wasser – muss verbessert werden. Hierzu will sich die Stadtverwaltung beim Rhein-Neckar-Kreis, der für die notwendigen Maßnahmen zuständig ist, für Verbesserungen einsetzen. Im Anschluss an den Dank des Ortsvorstehers für die konstruktive Diskussion gab es für die Besucher die Gelegenheit, mit dem Bürgermeister und den Mitarbeitern der Stadtverwaltung die individuellen Gefahrenlagen auf ihren Grundstücken zu besprechen.