
Die Wärmewende vor Ort
Kommunale Wärmeplanung in Neckargemünd
Kommunale Wärmeplanung? Was ist das?
Die Bundesregierung hat Ende 2023 das Wärmeplanungsgesetz beschlossen und damit bundesweit alle Kommunen zur Erstellung kommunaler Wärmepläne verpflichtet. In Baden-Württemberg mussten große Kreisstädte bereits bis 31.12.2023 eine abgeschlossene Wärmeplanung vorweisen. Neckargemünd, Mauer und Wiesenbach haben bereits im Winter 2022 den Beschluss zur gemeinsamen Wärmeplanung geschlossen. Da Baden-Württemberg bundesweit als Vorreiter bei der Wärmewende gilt, konnte der „Planungskonvoi“ Neckargemünd-Mauer-Wiesenbach eine Förderung des Landes in Anspruch nehmen und bereits Ende 2023 freiwillig mit der kommunalen Wärmeplanung starten.
Schlussbericht zur kommunalen Wärmeplanung Neckargemünd
Den Schlussbericht des kommunalen Wärmeplans können Sie hier als PDF herunterladen (4,8 MB). Der Wärmeplan wurde im Januar 2025 vom Gemeinderat verabschiedet.
Nahwärme Feste Dilsberg
Im kommunalen Wärmeplan wurde die Feste Dilsberg als mögliches Eignungsgebiet für ein Wärmenetz identifiziert. Aufgrund der dichten Bebauung, des historischen Ortsbildes sowie der engen Platzverhältnisse auf vielen Grundstücken stellt die Erneuerung einzelner Heizungsanlagen in der Feste Dilsberg eine besondere Herausforderung dar, da die Anforderungen für moderne Heizungsarten nicht erfüllt werden können. Ein gemeinsames Nahwärmenetz könnte hier eine Alternative bieten, da die Wärme in einer zentralen Anlage erzeugt und über Leitungen der einzelnen Gebäude in der Feste verteilt wird. Siehe Schlussbericht kommunale Wärmeplanung (4,8 MB).
Ergebnisse Vorstudie
In der Bürgerinformationsveranstaltung am 30. Juni 2026 wurden die Ergebnisse der Vorstudie für die Wärmeversorgung in der Feste Dilsberg vorgestellt. Die Studie hat eine grundsätzliche Machbarkeit für ein Nahwärmenetz in der Feste ergeben. Die Studie ist dabei von einer zentralen Wärmeerzeugung auf der Tuchbleiche und einer Leitungsführung durch bestehende Kellerverbindungen bzw. Untergeschosse in den Gebäuden in der Feste ausgegangen. Durch diese Leitungsführung ließen sich der Tiefbauaufwand (und die -kosten) sowie Eingriffe in Straßen und das historische Ortsbild minimieren. Die Ergebnisse der Vorstudie können Sie hier als PDF herunterladen (2,7 MB).
Wie geht es weiter?
Im nächsten Schritt möchte die Stadt Neckargemünd gemeinsam mit den Eigentümerinnen und Eigentümern in der Feste prüfen, wie ein solches Nahwärmenetz technisch, wirtschaftlich und organisatorisch sinnvoll umgesetzt werden könnte. Dazu soll eine detaillierte ergebnisoffene Machbarkeitsstudie untersuchen.
Bevor die Stadt eine Machbarkeitsstudie beauftragt und finanziert, können die Eigentümerinnen und Eigentümer der Feste zunächst eine Interessensbekundung abgeben. Nur wenn grundsätzlich Interesse an einem gemeinsamen Wärmenetz besteht, wird die Stadt eine Machbarkeitsstudie durchführen lassen. Die Studie untersucht unter anderem mögliche Wärmequellen, die technische Umsetzung, Wirtschaftlichkeit, Investitions- und Betriebskosten, Fördermöglichkeiten sowie mögliche Organisationsformen. Zur Erstellung der Studie wird ein Planungsbüro mit großer Fachexpertise beauftragt.
Erst nach Abschluss dieser Studie zeigt sich, ob und unter welchen Bedingungen ein Nahwärmenetz tatsächlich sinnvoll ist.
Die Interessensabfrage läuft bis zum 25. September. Der Beschluss des Gemeinderates ist am 13. Oktober 2026 vorgesehen.
Termine
Die Eigentümerinnen und Eigentümer aus der Feste Dilsberg sind herzlich eingeladen, sich am 18. September 2026 zwischen 17:00 und 19:00 Uhr am Rudolf-Maurer-Platz auszutauschen und ihre Rückfragen zu stellen.
Ansprechpartner
Rückfragen beantworten:
Ortsvorsteher Andreas Erles (Tel. 06223 804-470, E-Mail: erles@neckargemuend.de)
oder die städtische Klimaschutzmanagerin Susanne Kurch (Tel. 06223 804-142, E-Mail: waermeplanung@neckargemuend.de ).
Entscheidungshilfe für Haus- und Wohnungseigentümer mit kurzem Erklärvideo
Broschüre: Anschluss an ein Wärmenetz
Vortrag „Förderungen clever nutzen!“
Referent Dipl.-Physiker Klaus Lambrecht bietet eine Übersicht über die gesetzlichen Anforderungen aus dem Gebäudeenergiegesetz und über die aktuelle Bundesförderung effiziente Gebäude BEG. Dabei werden Neuerungen in der Förderung für Gebäude, Anlagentechnik und Erneuerbaren Energien sowie deren Kombinationsmöglichkeiten genauer betrachtet.
Die Vortragsunterlagen können nicht weitergegeben werden. Hilfreiche Informationen finden Sie unter folgenden Links: Beraterlisten und Informationen
https://kliba-heidelberg.de/ (mit kostenfreier Beratung in Neckargemünd)
https://www.zukunftaltbau.de Beratungstelefon: 08000 12 33 33
https://www.energie-effizienz-experten.de
Förderrechner Effizienzhaus der Stiftung Warentest
https://www.test.de/Rechner-Immobilienkredit-KfW-Foerderkredite-mit-Rabatt-1817356-0/
Bundesförderung effiziente Gebäude BEG
https://www.energiewechsel.de/beg
Potentiale des eigenen Gebäudes selbst testen:
https://sanierungsrechner.kfw.de
KfW-Förderung:
www.kfw.de/heizung
www.kfw.de/beg
www.kfw.de/261
www.kfw.de/effizienzhaus
www.kfw.de/308 (Jung kauft Alt)
BAFA Förderung:
https://www.bafa.de/beg
L-Bank Förderung (Baden-Württemberg) https://www.l-bank.de/klima
https://www.l-bank.de/z15
www.l-bank.de/weg
Förderung Energieberatung:
www.bafa.de/ebw
Vortrag „Heizungssanierung praktisch umsetzen: Wärmepumpe als Alternative?“
Wärmepumpen gelten heute als nachhaltige Alternative zu Öl- und Gasheizungen – in der Regel auch im Altbau. Neben der theoretischen Einführung stehen auch praktische Hinweise für den Einbau und Betrieb einer Wärmepumpe im Fokus. Dazu berichtet Referent Dr.-Ing. Gregor Daun von eigenen Erfahrungen mit einer Wärmepumpe in einem Wohnhaus mit Baujahr 2000.
Die Präsentation von Herrn Daun finden Sie hier als PDF herunterladen (1,2 MB).
Vortrag "Heizung erneuern? – Welches System passt zu mir?"
Wer seine Heizung erneuern möchte, steht oft vor einer großen Entscheidung: weiterhin Gas oder Öl oder doch Umstieg auf eine andere Lösung? Im Rahmen der Informationsreihe wärme-wende-wissen bietet die Stadt Neckargemünd eine praktische Orientierungshilfe.
Am 9. Oktober 2025 stellte Dr. Jakob Metz (ifeu Heidelberg) in der Arche verschiedene Heiztechniken vor und erklärt verständlich deren Vor- und Nachteile. Der Vortrag richtete sich an alle Bürgerinnen und Bürger, die sich über die ersten Schritte zur Heizungserneuerung informieren möchten.
Die Präsentation von Herrn Metz können Sie hier als PDF herunterladen (3,9 MB).
Vortrag „Die Zukunft des Heizens – für eine nachhaltige Wärmeversorgung“
Der BUND-Ortsverband und die Stadt Neckargemünd luden am 29. März 2025 zum Expertenvortrag mit anschließender Diskussion über „Die Zukunft des Heizens – für eine nachhaltige Wärmeversorgung“ ein.
In dem Vortrag von Herrn Fritz Mielert ging es um Fragen wie: Was genau gibt der Wärmeplan vor? Welche finanziellen Förderungen für Hauseigentümer gibt es? Welche Energien gelten nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) als erneuerbar und wie sind die GEG-Technologien aus ökonomischer und ökologischer Sicht zu bewerten, z. B. das Heizen mit Holz?
Die Präsentation von Herrn Mielert können Sie hier als PDF herunterladen (5,3 MB).
Der Weg zum kommunalen Wärmeplan
Im Dezember 2023 haben die Stadt Neckargemünd und die Gemeinden Mauer und Wiesenbach zusammen mit dem beauftragten Planungsunternehmen GEF Ingenieur AG aus Leimen den Prozess zur Erstellung der freiwilligen kommunalen Wärmeplanung gestartet. Die Wärmepläne sollen den beteiligten Gemeindeverwaltungen sowie den Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümern eine Orientierung geben, wie das Klimaschutzziel der klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2040 ausgestaltet werden kann. Dabei ist der jeweilige Plan auch ein wichtiges Werkzeug für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Unmittelbare Auswirkungen auf den Einbau neuer oder den Tausch bestehender Heizungen hat der informelle kommunale Wärmeplan jedoch nicht.
In den ersten Schritten wird der Status Quo der Wärmeversorgung in den drei Kommunen erhoben und die örtlichen Potenziale für erneuerbare Wärmequellen abgeschätzt. Auf dieser Grundlage werden die Kommunen anschließend in so genannte Eignungsgebiete gegliedert, die am ehesten für Einzelheizungen in Gebäuden oder zur gemeinschaftlichen Versorgung mit regenerativen Wärmenetzen geeignet sind. Abschließend werden Maßnahmen für die Kommunen entwickelt, um das Ziel der klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2040 erreichen zu können. Die kommunale Wärmeplanung soll Mitte 2025 durch die Verabschiedung in den Gemeinderäten abgeschlossen werden. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit Fachexperten, Energieunternehmen, der Wirtschaft sowie Bürgerinnen und Bürgern entwickelt, um sicherzustellen, dass sachdienliche Informationen in den Prozess der Wärmeplanung einfließen.
Wichtig ist, dass der Beschluss des fertigen Wärmeplans weder Planungsbetroffene noch Bürgerinnen und Bürger unmittelbar berührt. Der fertige Wärmeplan gibt Gebäudebesitzern eine Orientierung über die Zukunft der Wärmeversorgung. Darauf aufbauend können Eigentümerinnen und Eigentümer planen, welche Investitionen in die Energieversorgung zu welchem Zeitpunkt die für sie wirtschaftlichste ist. Grundsätzlich gilt: Unmittelbare Auswirkungen auf den Einbau neuer oder den Tausch bestehender Heizungen hat der informelle kommunale Wärmeplan nicht. Hier greift das neue Gebäudeenergiegesetz des Bundes, das seit Januar 2024 im Neubau und erst ab Mitte 2028 in Bestandsgebäuden die Pflicht zur Einbindung von 65 Prozent erneuerbarer Energien bei Heizungen vorschreibt.
Informationsveranstaltung zum Stand der kommunalen Wärmeplanung in Neckargemünd am 8. April 2024
Die Präsentation können Sie hier als PDF herunterladen (4,8 MB).
Informationsveranstaltung zu den Ergebnissen der Kommunalen Wärmeplanung in Neckargemünd am 24. Oktober 2024
Die Präsentation können Sie hier als PDF herunterladen (4,7 MB).
Beratungsangebot der KLiBA
Für die individuelle Beratung zum Heizungstausch und Gebäudeenergiegesetz steht allen Bürgerinnen und Bürgern das kostenfreie und neutrale Beratungsangebot der Energieagentur des Rhein-Neckar-Kreis, KLiBA gGmbH, zur Verfügung: www.kliba-heidelberg.de Die KLiBA bietet Beratungen bei individuellen technischen Fragestellungen zu Heiztechnik und der Nutzung erneuerbarer Energien. Die Beratungen finden regelmäßig kostenfrei in den Rathäusern statt. Eine Anmeldung ist telefonisch unter 06221 99875-0 möglich.
FÖRDERUNG DER FREIWILLIGEN KOMMUNALEN WÄRMEPLANUNG im Konvoi Neckargemünd – Mauer – Wiesenbach
Förderprogramm: BWKWP – Freiwillige Kommunale Wärmeplanung
Fördernummer: BWKWP 23516
Gesamtlaufzeit: 15.09.2023 – 14.09.2025
Vorhaben: „Machbarkeitsstudie treibhausgasneutrale Wärmeversorgung Weststadt/Altstadt Neckargemünd“
Vorgangsnummer: BEW 70002565
Förderschwerpunkt:
Richtlinie für die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW)
Modul 1: Umweltstudie und Planung
Machbarkeitsstudie
Bewilligungszeitraum: 26.05.2025-25.05.2026

Dilsberg
Mückenloch
Waldhilsbach

