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Tourist-Information
Neckarstraße 21
69151 Neckargemünd
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Fax: 06223 / 73784
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Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do, Fr:  
9.00 bis 18.00 Uhr
Mi, Sa: 9.00 bis 13.00 Uhr


Sehenswürdigkeiten

Ausflugstipps - Altstadtführung per Smartphone - Rundgang durch die Altstadt (2,4 MiB)

Zu Ehren des Kurfürsten: Stadttor von Neckargemünd

Stadttor

Die frühklassizistische Toranlage mit Amphoren und Wappenschmuck wurde zu Ehren des Kurfürsten Karl-Theodor von den Bürgern der Stadt Neckargemünd errichtet. Architekt war Hofkammerrat F.Ch. Dyckerhoff. Die Übersetzung der lateinischen Inschrift lautet:"Nicht zur Sicherheit der Stadt, sondern zum Ruhme des Kurfürsten Karl-Theodor von der Pfalz wurde das Tor erbaut; dem Pfälzer wie dem Fremden heilig; wird es die Jahre überdauern." Das in der Inschrift beinhaltetete Chronogramm nennt das Jahr der Fertigstellung,1788.


Villa Menzer

Villa Menzer

Die Villa wurde 1892 von dem Architekten Leonard Schäfer erbaut, eine Gründerzeitvilla im Neorenaissance-Stil. Sie war Wohnhaus von Julius Menzer (1846-1917), dem Besitzer der Weingroßhandlung Menzer und späterem griechischen Konsul und Reichstagsabgeordneten.


Katholische Pfarrkirche

Katholische Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk

Seit 1735 trägt die katholische Kirche in Neckargemünd den Namen St. Johannes Nepomuk. Das heutige Kirchengebäude der katholischen Kirchengemeinde wurde 1894/96 als dreischiffige Kirche im neuromanischen Stil erbaut und bezeugt die Entwicklung des historisierenden Kirchenbaus in Baden. Zum 100. Geburtstag der Kirche wurde das Gebäudeinnere renoviert und der Stuttgarter Künstler Michael Münzer gestaltete den Chorraum neu.


Evangelische Kirche

Evangelische Pfarrkirche, Hauptstraße

Die einstige St.-Ulrichs-Kirche, die dem Schutzpatron der Fischer und Schiffer geweiht war, hat man am Neckarufer angesiedelt. Die einschiffige spätgotische Anlage wurde auf den Grundmauern einer Vorgängerkirche aus dem 12./13. Jahrhundert errichtet. Das Langhaus wurde 1520 vollendet; 1770/71 wurde die Kirche durch die Erweiterung des Langhauses nach Westen vergrößert. Große Renovierungen und Regotisierungen fanden 1854, 1898 und 1963/64 statt. 1990-96 wurde das Kirchengebäude bauhistorisch untersucht und umfassend restauriert.


Ehemalige Lutherische Kirche

Ehemalige lutherische Kirche, Hauptstraße 25

1770/71 wurde die lutherische Kirche im klassizistischen Stil erbaut. Nach Inkrafttreten der Union der lutherischen und reformierten Kirche zur Evangelisch-Protestantischen Landeskirche Baden im Jahre 1821 wurde das lutherische Kirchengebäude an die Stadt verkauft, zum Rathaus umgebaut und als solches bis 1984 genutzt. Von 1864 an gehörte Neckargemünd zum Bezirksamt Heidelberg bis zu dessen Auflösung 1939.


Marktplatz

Marktplatz

Auf dem unteren Teil befand sich einst das Rathaus, das von 1707 bis zum Ende des 19. Jahrhunderts als katholische Kirche genutzt wurde. Heute ist der Marktplatz der zentrale Platz in der Altstadt, auf dem mittwochs und samstags der Wochenmarkt und außerdem das Jahr über zahlreiche Veranstaltungen stattfinden.


Prinz Carl, Hauptstraße 56

Prinz Carl, Hauptstraße 56

Der "Prinz Carl" war eines der vielen Neckargemünder Gasthäuser mit eigener Brauerei, das ursprünglich Gasthaus "Zum Dolken" hieß. Das Handwerkszeichen über dem seitlichen Toreingang weist auf die spätere Nutzung als Gerberei hin.


Griechische Weinstube

Ehemalige Griechische Weinstube "Zur Stadt Athen", Neckarstraße 38

Das ursprünglich zweigeschossige Traufenhaus aus dem 17./18. Jahrhundert wurde 1886/90 aufgestockt. In dem Gebäude richtete Julius Menzer die erste griechische Weinstube des Landes ein. Die "Griechische Weinstube" war eines der ältesten Studentenlokale der Heidelberger Umgebung.


Ehemaliges Gasthaus

Ehemaliges Gasthaus "Zum Lamm", Neckarstraße 36

Das Haus wurde 1507 erbaut und mit geschnitztem Fachwerk und Neidköpfen versehen.


Schilderhäuschen, am Hanfmarkt

Schilderhäuschen, Am Hanfmarkt 4

Das zweigeschossige Wohngebäude wurde 1569 mit Fachwerk im fränkischen Stil errichtet. Es ist nach einer früheren Besitzerin, Frau Schilder, benannt.


kleppergasse

Kleppergasse

Vom Marktplatz gelangt man über Pfarr- oder Jakobsgasse zur Kleppergasse, was wahrscheinlich "Kleine Gasse" bedeutet. Nachdem im 18. Jahrhundert die Stadttore und weitgehend auch die Stadtmauer abgebrochen worden waren, wurden die schmalen Fachwerktraufenhäuser auf die Rückseite der Stadtmauer aufgesetzt.


Burg Reichenstein

Burg Reichenstein

Im 12. Jh. war am Nordende des Hollmuthrückens die Burg Reichenstein erbaut worden. Im 14. Jh. kam sie in den Besitz der Kurpfalz und wurde bereits im 15. Jh. aufgegeben. Auf einem Stich von Merian aus dem 17. Jh. ist die Burg als Ruine zu sehen. Heute sind nur noch Mauerreste vorhanden.

Die Burganlage hat einen annähernd rechteckigen Grundriss, und ist durch einen Halsgraben vom Bergrücken abgesetzt. Die Terrassierungen wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts angelegt.


Historische Burgfeste Dilsberg

Burgfeste Dilsberg

Weitere Infos zur Burgruine Dilsberg

Die mittelalterliche Bergfeste blieb aufgrund der uneinnehmbaren Lage unzerstört. Sehenswert sind die Wehranlagen, der tiefe Burgbrunnen (35m tief) und der unterirdische Stollengang (ca. 80 m lang). Von der Burg Dilsberg aus hat man einen herrlichen Blick über das Neckartal und die Berge des Odenwaldes.

Römerfunde auf der Dilsberger Gemarkung und eine Römersiedlung auf der benachbarten Wiesenbacher Gemarkung lassen die Vermutung zu, dass Dilsberger Boden bereits von den römischen Besatzungstruppen zu Ansiedlungen genutzt wurde. Genaueres weiss man vom Dilsberg allerdings erst, als der frühmittelalterliche Burgbau auch den Dilsberg erfasste, dessen Kegelform und seine weite Aussicht ins Neckartal und in den Kraichgau sich für eine Befestigung anbot.

1150-1200 Anlegung der Burg in Nachfolge der benachbarten Wiesenbacher Burg, nachdem der Neckar in seiner Bedeutung als Verkehrsweg erkannt worden war.
Das Bistum Worms als Rechtsnachfolger des Klosters Lorsch unterstellte den Elsenzgau und auch den Dilsberg weltlichen Obervögten aus dem Adel. So wurde der Dilsberg den Herren von Lauffen (Kaiserpfalz oberhalb von Heilbronn/Neckar) unterstellt.1208 erste urkundliche Erwähnung von „Dilighesberch“ als Wohnsitz des Grafen Boppo V. von Lauffen. Dilsberg wird wenig später durch Erbfolge Grafensitz derer zu „Dürn“ (Walldürn).

1288 Rudolf von Habsburg kauft die Bergfeste dem verarmten Grafen Boppo II. von „Dürn“, Graf von Dilsberg ab.

Nach 1300 fällt durch das langjährige Bemühen des immer mächtiger werdenden Pfalzgrafen Dilsberg endgültig in das Eigentum der Kurpfalz.

1347 wird Dilsberg zur Stadt erhoben, nachdem die Bewohner der Weiler Rainbach (am Neckar) und Reitenberg (heute westlich vom Dilsbergerhof) zur Aufgabe ihrer Behausungen genötigt wurden.
Mit Steuerprivilegien ausgestattet, ziehen sie auf den Dilsberg, der mit einer Stadtmauer ausgestattet wurde, und erweitern die Burganlage mit ihren Wohnungen, die sie dem Heidelberger Hof bei Bedarf als Flucht- und Jagddomizil öffnen mussten.

Im 14. Jh. erhält Dilsberg eine Zivilverwaltung (Amtskellerei) und

1401 ein kurpfälzisches Unteramt als Verwaltungsbehörde für die umliegenden Dörfer (bis 1803).

Durch ihre Bedeutung für die kurpfälzische Verwaltung im unteren Neckarraum und im Kraichgau wird die Burg Dilsberg mit Wirtschaftsgebäuden ausgebaut.

Im 17. Jh. zählt die Burg Dilsberg zu den heiß umkämpften Festungsanlagen während des 30-jährigen Krieges. Der bayerische Feldherr Tilly besetzt 1622 die Burg, nachdem der Dilsberg nach der Einnahme von Heidelberg durch die kaiserlichen Truppen seine Tore öffnen und kapitulieren musste. Die Schweden eroberten 1633 die Burg zurück, 1653 nahmen wieder die Kaiserlichen den Dilsberg ein. Trotz dieser Kriegswirren blieb die Dilsberger Burganlage unzerstört, ebenso wie im Orleanischen Erbfolgekrieg (1690) als der Zerstörer der Pfalz, der französische Feldherr Mélac mit Truppen innerhalb der Dilsberger Stadtmauer lagerte.

Nach 1700 wird Dilsberg kurpfälzische Garnison, in welcher nur noch pensionierte Soldaten leichte Wachdienste ausüben. Das Kommandantenhaus wird Sitz des Festungskommandanten als Befehlshaber der Burg- und Militärverwaltung.
1757 - 1767 Einrichtung eines Karzers für die Heidelberger Studenten.

1803 fällt mit dem Ende der Kurfalz die Bergfeste Dilsberg an das neugegründete Land Baden und dient in der Folge als Staatsgefängnis.

Nach 1822 wird die bis dahin unbeschädigte Burganlage zum Abbruch freigegeben. Mit dem Verlust der militärischen Bedeutung und des Unteramtes (1804) verarmt der Dilsberg im 19. Jh. immer mehr.

Ab 1900 Entwicklung der früheren Bergfeste über eine Landgemeinde zur modernen Wohngemeinde und touristischen Attraktion.

1.1.1973 Dilsberg wird als Stadtteil nach Neckargemünd eingemeindet.