Friedensbrücke wieder offen - neue Verkehrsführung

Es ist soweit: Nach rund dreimonatiger Sperrung konnte die Friedensbrücke am 10. Oktober mittags wieder für den Verkehr freigegeben werden. Ein Grund zum Aufatmen nicht nur für die Neckargemünder nördlich und südlich des Neckars, sondern für das gesamte Umland, hatte die Sperrung dieser wichtigen Neckarquerung doch für große Umwege gesorgt. Hochzufrieden über den Abschluss dieser wichtigen Etappe zeigt sich auch das Baureferat Nord des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Nun steht noch die letzte Etappe der Bauarbeiten an, die Fahrbahnsanierung der Bahnhofstraße von Lessingstraße bis Melacpass. Damit auch diese Bauphase ohne größere Staus verläuft, gilt ab 10. Oktober eine neue Verkehrsführung auch auf der Friedensbrücke, die auf die besondere Situation der Engstelle in der Bahnhofstraße abgestimmt ist. Alle Fahrtrichtungen sind grundsätzlich möglich, mit der Einschränkung, dass von Kleingemünd kommend Neckargemünd bis zum Ende der Bauphase weiterhin nur über den Umweg Ziegelhäuser Brücke erreichbar ist. Aus diesem Grund bleiben auch die ÖPNV-Verbindungen aus Richtung Kleingemünd bis auf weiteres bei den gleichen Regelungen wie während der Brückensperrung; dies betrifft die BRN-Linien 736, 735, 753 und das Ruftaxi Kleingemünd. Die Linie 735 fährt weiter die Schleife durch Kleingemünd, die Linie 753 sowie das Ruftaxi fahren nicht, die Linie 736 bleibt bei den früheren Abfahrtszeiten in Richtung Grundschule.

Vor rund 4 Wochen wurde die Fahrbahnerneuerung der Ortsdurchfahrt Kleingemünd vollendet, so dass nun mehr als 2/3 der gesamten Bauarbeiten fertig gestellt sind. Insgesamt sind die Arbeiten sehr gut gelaufen. „Dass die Sanierungsarbeiten an der Friedensbrücke pünktlich beendet werden konnten“, erklärt Bürgermeister Frank Volk, „zeigt, dass die Vergabe der Straßenbauarbeiten an einen einzigen Unternehmer die einzig richtige Entscheidung war. Dank der Anstrengungen der Planer und Baufirma und der kurzen Wege ist es gelungen, den Zeitplan trotz der zusätzlichen Arbeiten, die durch den Gasunfall in der Bahnhofstraße entstanden sind, so weit einzuhalten, dass die ursprünglich befürchtete Verzögerung von einer Woche auf nur einen Tag zusammengeschmolzen ist.“

Die letzte Bauphase, die Sanierung Bahnhofstraße von der Lessingstraße bis zum Melacpass, stellt die Planer nochmals vor eine besondere Herausforderung. Da sich hier der Einbahnverkehr nicht vermeiden lässt, ist das Straßenstück besonders stauanfällig – insbesondere, wenn der Verkehr von der B 45, aus der Altstadt und von der Friedensbrücke in Richtung Heidelberg zusammen kommen. Allen Fachleuten ist klar: Vor allem über die Verkehrsführung an den Brückenköpfen wird gesteuert, wie sich das Fahrzeugaufkommen in der Folge gut verteilt, der Verkehr abfließen kann oder ob Staus entstehen. Und ist der Stau einmal entstanden, lässt er sich kaum noch in den Griff bekommen. Es gilt also, Stauungen nach Möglichkeit schon im Vorfeld zu verhindern.

Aus den wenigen, aber heftigen Stautagen an der Baustelle haben alle Bauverantwortlichen im Regierungspräsidium, im beauftragten Planungsbüro und in der Stadtverwaltung viel gelernt. Das wenden sie nun auf die neue Verkehrsführung an: Welche Auswirkungen die unterschiedlichen Ampelschaltungen haben, und was passiert, wenn in eine Engstelle mehrere Verkehrsströme zusammenkommen, bringt Bürgermeister Volk prägnant auf den Punkt: „Die komplette Freiheit führt in den kompletten Stau“. In akribischen Absprachen wurde daher eine Lösung für die komplizierte Verkehrsführung an den beiden Brückenköpfen ausgearbeitet, die dem Wunsch, die Friedensbrücke endlich wieder befahren zu können, so weit wie möglich entgegenkommt, dabei aber den Fehler vermeidet, durch die komplette Freigabe aller Fahrtmöglichkeiten so viel Verkehr in die Baustelle in der Bahnhofstraße zu leiten, dass er nicht mehr richtig abfließen kann. Ein riesiger Rückstau über die Brücke nach Kleingemünd – möglicherweise auch darüber hinaus - und ein Überstauen des gesamten Knotenpunktes B 37 / B 45 wäre die Folge.

Es gilt folgende Verkehrsführung: In der Bahnhofstraße Richtung Innenstadt gilt Einbahnregelung ab Melacpass bis Lessingstraße. Von der Bahnhofstraße ab Höhe Lessingstraße ist vom Knotenpunkt am südlichen Brückenkopf sowohl die Auffahrt auf die Friedensbrücke, die Einfahrt in die Altstadt als auch auf die B 45 Richtung Bammental möglich. Die Lessingstraße (mit Parkverbot) wird Einbahnstraße in Richtung Bahnhofstraße. Die Poststraße (mit Parkverbot) wird Einbahnstraße Richtung Neckar. Über diese Schleife Poststraße – Lessingstraße wird der Verkehr zum Rathaus, Schützenhausbrücke / Anbindung der Weststadt oder Campingplatz geleitet. Die Jahnstraße (mit Parkverbot) wird zur Einbahnstraße, jedoch nur für den Busverkehr in Richtung Bahnhofstraße. Die Busse nutzen die Jahnstraße als Wartestelle bis zur planmäßigen Weiterfahrt.

Die Bahnhofstraße in der anderen Richtung, nach Heidelberg, ist vom Knotenpunkt südlicher Brückenkopf (Volksbank) bis zur Poststraße geöffnet; ab Poststraße nur noch Anliegerverkehr. Linksabbiegen auf die Schützenhausbrücke ist nicht möglich; hierfür muss die Schleife Poststraße/Lessingstraße in die Bahnhofstraße – von dort rechts abbiegen in Richtung Weststadt - genutzt werden.

Der Bahnhof ist komplett erreichbar, die Parkplätze können genutzt werden, ggf. über Provisorien. Die Bushaltestellen am Bahnhof werden nach Bedarf an Ersatzhaltestellen verschoben.

Von der B 45 / Bammental kommende Fahrzeuge können geradeaus über die Friedensbrücke fahren. Auf der Brücke stehen 2 Fahrstreifen zur Verfügung, auf denen rechtzeitiges Einordnen notwendig ist: rechts nach Kleingemünd / Richtung Eberbach oder links Richtung Ziegelhausen. Von Bammental kommend kann nach links stadtauswärts nur bis zur Poststraße gefahren werden; von dort über die Schleife Poststraße – Lessingstraße in Richtung Weststadt, Rathaus oder zum Bahnhof. Heidelberg erreicht man von der B 45 kommend nur geradeaus über die Friedensbrücke und Ziegelhausen.

Aus der Altstadt kommend sind alle Fahrtrichtungen möglich; Richtung Heidelberg nur über die Friedensbrücke und Ziegelhausen.

Von der Friedensbrücke kommend stadteinwärts geht es in Fahrtrichtung B 45 / Bammental oder in die Altstadt. Wer in Richtung Rathaus oder die Weststadt fahren will, muss die Schleife über Poststraße und Lessingstraße nehmen. Ab Poststraße ist nur noch Anliegerverkehr möglich. 

Wer vom südlichen Brückenkopf (Volksbank) auf die Friedensbrücke fährt, kann rechts nach Kleingemünd / Richtung Eberbach oder links auf die L 534 Richtung Ziegelhausen fahren.

Aus Heidelberg / Ziegelhausen auf der L 534 kommend ist das Rechtsabbiegen auf die Friedensbrücke und Neckargemünd möglich, oder es geht auf der B 37/45 geradeaus nach Kleingemünd weiter

Von Kleingemünd her kommend ist die Geradeausfahrt über die L 534 nach Ziegelhausen und Heidelberg offen. Linksabbiegen auf die Friedensbrücke ist nicht möglich. Nach Neckargemünd kommt man per Auto von Kleingemünd aus über die Ziegelhäuser Brücke.

Wie schon bei der Sperrung der Friedensbrücke geschehen, wird die Verkehrsführung nach Öffnung der Brücke vor allem in den ersten Tagen besonders kritisch überprüft und nach Bedarf nachjustiert. Nun gilt es, in den nächsten 6 – 7 Wochen das mit rund 650 m längste Baufeld in der Bahnhofstraße „am Stück“ fertig zu stellen. „Der Abschnitt vom Melacpass bis zur Lessingstraße hat es in sich“, erklärt Bürgermeister Frank Volk. „Wir wollen die Verbindung in die Weststadt über die Schützenhausbrücke nicht abschneiden, Bahnhof, Rathaus und Polizei sowie die zahlreichen Gewerbebetriebe entlang der Strecke zugänglich halten, und das gesamte Fahrzeugvolumen, das nun noch durch die einspurige Verkehrsführung an der Baustelle entlang geleitet wird, möglichst staufrei fließen lassen. Bei einer Verkürzung des Baufeldes durch Aufteilung in kleinere Strecken wäre im Übrigen mit einer doppelt so langen Bauzeit zu rechnen.